Anschrift
Katholisches Pfarramt für Weißenau und Oberzell
Abteistraße 2/3
88214 Ravensburg-Weißenau
Telefon 0751 999915-0
E-Mail: StAntonius.Oberzell@drs.de
Die katholische Kirchengemeinde St. Antonius von Padua ist Teil der Seelsorgeeinheit Ravensburg-Süd. Zum Pfarrsprengel gehören neben Oberzell auch Albersfeld sowie die Weiler Ober- und Unterklöcken und Metzisweiler. Insgesamt zählt die Kirchengemeinde rund 1.250 Gemeindemitglieder (Stand: Juli 2024).
Namenspatron der Kirchengemeinde ist St. Antonius von Padua (1195-1231). Der ursprünglich aus Portugal stammende Ordenspriester gehörte dem Franziskanerorden an. Antonius von Padua wirkte viele Jahre in Oberitalien als Bußprediger, Lektor für Theologie an der Universität Bologna und Ordensoberer.
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Oberzell kann auf eine rund 1200-jährige Kirchengeschichte zurückblicken, die eng mit der des Klosters Reichenau und des Klosters Weißenau verbunden ist. Im Jahr 816 bestätigte Kaiser Ludwig der Fromme eine Schenkung seines Hörigen Engelbert an das Kloster Reichenau. Die Besitzübertragung war die Grundlage für die Einrichtung einer Reichenauer Zelle, also der Wohnung eines Priesters mit Kirche. 1198 ist erstmals der Ortsname Celle dokumentiert, ab dem 13. Jahrhundert wurde der heutige Name Oberzell gebräuchlich.
Bis 1313 blieb Oberzell ein Lehen des Klosters Reichenau. Später befand sich das im 14. Jahrhundert nur rund 40 Häuser zählende Dorf zum Teil im Besitz der Grafen von Werdenberg-Heiligenberg, zum anderen Teil gehörte es den Truchsessen von Waldburg. Die beiden Adelsgeschlechter verkauften zwischen 1309 und 1343 ihre Besitztümer an das aufstrebende Kloster Weißenau. Die Oberzeller Kirche wurde in das Kloster inkorporiert, der Weißenauer Abt wurde so formell auch Oberzeller Pfarrer.
Fortan war das Kloster Weißenau für die Seelsorge in Oberzell verantwortlich und hatte zudem für den Bau und Erhalt der Oberzeller Kirche aufzukommen. 1749/50 ließ Abt Anton I. Unold (1697-1765, Reichsabt OPraem 1724-1765) die bestehende Kirche bis auf den Turm abbrechen und eine neue barocke Pfarrkirche errichten. Die Kirche zur Schmerzhaften Muttergottes wurde 1754 konsekriert, sie diente den Oberzellern bis in die 1970er Jahre als Pfarrkirche. Heute wird sie als Friedhofskapelle genutzt.
In den Jahren 1973 bis 1975 entstand die heutige Pfarrkirche St. Antonius von Padua nach den Plänen des Stuttgarter Architekten Rudolf Prenzel (1924-2004). Am 24. März 1974 feierte die Kirchengemeinde Oberzell das Richtfest der Kirche und am 3. Mai 1975 konsekrierte Bischof Dr. Georg Moser das neue Gotteshaus.
Nahezu unscheinbar hat die Pfarrkirche St. Antonius einen Platz in der Oberzeller Ortsmitte gefunden. Der Neubau der Pfarrkirche entstand 1973 bis 1975 nach den Plänen des Stuttgarter Architekten Rudolf Prenzel (1924-2004). Am 24. März 1974 feierte die Kirchengemeinde Oberzell das Richtfest der neuen Kirche und am 3. Mai 1975 konsekrierte Bischof Dr. Georg Moser das neue Gotteshaus.
Aus Kostengründen war von einem Bau eines Kirchturms abgesehen worden. So weist lediglich ein schlichtes Kreuz auf das neue Gemeindezentrum der Kirchengemeinde hin.

Inspiriert von den Gedanken des Zweiten Vatikanischen Konzils wurde ein Kirchenraum geschaffen, der alle Gottesdienstbesucher mit in das Geschehen von Wortgottesdienst und Eucharistie einzubinden sucht. Als Zentralpunkt des Gotteshauses zeigt sich die schwere Leimbinderkonstruktion des Daches – ein die gesamte Kirche überspannendes Kreuz: Zeichen für die unendliche, alles beschützende und bewahrende Liebe Gottes, Zeichen auch dafür, dass jeder in der Annahme des Kreuzes zu tieferem Glauben, zum Segen für sich und den Nächsten gelangen kann.
Der Künstler Diether Domes aus Kreßbronn verstand es, mit farbigen, lichttragenden Glasbändern, sanftes, lebendiges Licht in den Kirchenraum eindringen zu lassen. Besondere farbliche Akzente setzte er dabei in der Ausgestaltung der Nischen bei Tabernakel und Antoniusrelief.
Bildhauer Josef Henger, Ravensburg, wurde mit der sakralen Ausgestaltung des Kirchenraums beauftragt. In der Wahl des Rotlavasteins zur Ausgestaltung von Tabernakel, Altar, Taufstein, Ambo und Podest der Madonna suchte der Künstler einen Kontrast zur Dominanz der grauen Baumaterialien zu setzen. Im linken hinteren Eingangsbereich hat der Künstler mit einem Bronzerelief das Leben und Wirken des Kirchenpatrons Antonius eindrücklich dargestellt.
Die bildliche Ausgestaltung der St. Antoniuskirche wurde nachträglich eingefügt und stellt durch die Übernahme aus der alten Pfarrkirche einen Verbund dieser beiden Kirchen, gleichsam die Lebensgeschichte der Kirchengemeinde dar. Die Darstellung „Maria mit dem Kinde“ wurde vom in Oberklöcken geborenen Professor Gebhard Fugel im Jahre 1897 für seine Heimatgemeinde geschaffen. Die spätgotische Mondsichelmadonna stammt aus der Werkstätte des Ravensburger Bildhauers Jakob Ruß um ca. 1480 und ist mit dem gotischen Vortragskreuz eines der ältesten Zeugnisse der Kirchengemeinde in Oberzell.
Gerhard Rothenhäusler
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Ein aktives Gemeindeleben kann nur bestehen, wenn verschiedene Gruppen ihren Beitrag leisten.
Der Kirchengemeinderat leitet zusammen mit dem Pfarrer die Kirchengemeinde und trägt die Verantwortung für das Gemeindeleben. Er fasst die hierfür notwendigen Beschlüsse und sorgt für deren Durchführung. Das Gremium regt die Arbeit der einzelnen Organisationen und Gruppierungen in der Kirchengemeinde an und stimmt deren Tätigkeiten aufeinander und auf die Maßnahmen der Kirchengemeinde ab.
Christina Eger und Birgit Fugel vertreten die Kirchengemeinde Oberzell im Gemeinsamen Ausschuss der Seelsorgeeinheit Ravensburg-Süd. Im Gesamtkirchengemeinderat Ravensburg wird die Kirchengemeinde durch Dr. Peter Lessing und Dr. Elmar Schlecker vertreten.
Berichte Kirchengemeinderatssitzungen:
Bau- und Verwaltungsausschuss:
Pfarrer Fabian Ploneczka
Christina Eger
Birgit Fugel
Michaela Scheffold-Haid
Dr. Peter Lessing
Festausschuss:
Carolin Petretti
Dr. Elmar Schlecker
Iris Hesse
Jugendausschuss:
Carolin Petretti
Andrea Zerrer
Stefan Kling
Kindergartenausschuss:
Ingolf Kaes
Friedhofsausschuss:
Michaela Scheffold-Haid
Karl-Heinz Pfleghaar
Das Pfarrbüro in Weißenau betreut die Kirchengemeinden St. Peter und Paul, Weißenau und St. Antonius von Padua, Oberzell
Kath. Pfarramt St. Peter und Paul Weißenau und St. Antonius Oberzell
Abteistr. 2/3
88214 Ravensburg-Weißenau
Öffnungszeiten:
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| Montag | 09.00 – 11.30 Uhr |
| Dienstag | 16.00 – 18.00 Uhr |
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| Donnerstag | 09.00 – 11.30 Uhr |
| Freitag | 09.00 – 11.30 Uhr |
Telefon 0751 – 999915-0
E-Mail: StAntonius.Oberzell@drs.de
Pfarramtssekretärinnen: Gudrun Kroh und Daniela Simonazzi
Kirchengemeinde Oberzell
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BIC: GENODES1OTE
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