Das Missionsteam der Kirchengemeinde Weißenau ist zuständig für die internationale Missionsarbeit. Seit langem unterstützt die Kirchengemeinde Weißenau das Dorf San Bernardo in den kolumbianischen Anden. Drei ehrenamtliche Mitglieder sind im regen Austausch mit San Bernardo und dem dortigen Gemeindeleben, zudem erhält das nur mehrere Hundert Einwohner zählende Andendorf finanzielle Zuwendungen von der Kirchengemeinde.
Partnerschaft ist wie das Meer mit beiden Ufern,
Wasser dazwischen, ständig in Bewegung, in Kontakt,
immer neue Formen, Herausforderung suchend,
Nehmer, Geber, gleichwertig sein.
Regelmäßige Aktivitäten des Missionsteams Weißenau:
San Bernardo in Kolumbien
San Bernardo ist ein kleines Dorf in Kolumbien am Fuße der Anden und hat mit Außenorten einige Hundert Einwohner. Seit 2002 führt Gloria Casasbuenas die Missionsarbeit fort, die 1995 von der Schweizer Missionsgesellschaft Bethlehem (smb) begonnen wurde.
Gloria Casasbuenas übernimmt in San Bernardo Aufgaben, die mit denen einer Gemeindereferentin vergleichbar sind. Darüber hinaus leitet sie verschiedene Kinder-, Jugend-, Frauen-, Alten- und Friedensprojekte. Sie bereitet die Kinder und Jugendlichen auf die Erstkommunion und Firmung vor, trifft sich einmal die Woche mit den 6- bis 7-jährigen Kindern in der „Kleinen Glaubensschule“. Zudem besucht sie die Alten und Kranken und bringt ihnen die Krankenkommunion.
Gloria Casabuenas und die von ihr initiierte Frauengruppe haben 2018 einen Laden im Dorf eröffnet, in dem Panela (Zuckerrohr) in verschiedenen Sorten zu einem fairen Preis und Handwerksachen, die die Frauen selbst hergestellt haben, verkauft werden. Der Laden ist gleichzeitig auch Anlaufstelle für die Kinder, die dort nach der Schule betreut werden und Hilfe bei ihren Hausaufgaben erhalten.
Pfarrei Kiganda in Burundi
Im Rahmen der Partnerschaft des Landes Baden-Württemberg mit dem ostafrikanischen Land Burundi findet 2025-2026 ein Tandemprojekt statt, um neue Ideen für Begegnung und Partnerschaft zu kreieren. Eines dieser Tandems bilden die Liebfrauengemeinde in Zusammenarbeit mit Pfarrer Clément Niyonkuru und den Verantwortlichen der Pfarrei in Kiganda. Hier geht es zunächst um Austausch über das jeweilige Gemeindeleben. Darüber hinaus gibt es Ideen für verschiedene soziale Projekte. Der Beginn wird die Unterstützung der Batwa sein, einer bettelarmen indigenen Gruppe, die nicht mehr wie ihre Vorfahren im und vom Wald leben können und denen nun entwurzelt das Nötigste zum Leben fehlt. Durch Verkauf von burundischem Kaffee kann der Gewinn an die Caritas der Gemeinde weitergegeben werden, damit diese Familien der Batwa gezielt unterstützt werden können. Diese Partnerschaft steht noch ganz am Anfang, und so freuen wir uns über Menschen, die hier ihre Ideen und ihre Unterstützung einbringen.
Kontakt: Michael.Schindler@drs.de